Workshop: Verfolgung vermeiden - Google im Alltag (Einleitung)

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Workshop: Verfolgung vermeiden - Google im Alltag (Einleitung)

Beitrag von Admin am Di Feb 21, 2017 10:14 am


Internetgiganten in meiner Hosentasche!

Einführung: Eine kurze Auflistung der nennenswertesten Merkmale der aktuell vorhandenen Nutzerverfolgung und den nötigen Mitteln dazu anhand des Beispiels eines großen IT Konzerns der sich geziehlt in den Alltag einmischt.


Die Hilfsmittel:

Cookies: Werden bei Besuchen von Internetseiten auf dem Computer des Nutzers gespeichert und beinhalten unter Anderem die IP-Adresse des Nutzers, die Besuchszeit, Suchbegriffe, Einstellungen und mehr.

Synchronisation: Ermöglicht das Abgleichen von Daten und Inhalten. Unter Anderem kann hiermit die Uhr aktuell gehalten, von Adressbucheinträgen und Nutzernamen eine Sicherungskopie erstellt oder Programme auf dem neusten Stand gehalten werden. Übermittelt Daten in oft unbekanntem Umfang und ermöglicht das Ausslesen der IP inkl. Standort.

Der Vertrag: Nutzerbedingungen und Datenschutzerklärungen sichern Firmen und Programmierer vor möglichen rechtlichen Konsequenzen die durch den Verkauf und die Nutzung entstehen können ab. Häufig wird die Datensammlung erlaubt und zusgestimmt das diese Kontingente aus vielerlei Gründen weitergereicht werden dürfen. Darunter oft die IP und besuchte Seiten inkl. Zeitstempel und Dauer.

Funktionen: Einbindung von Sicherheitsmechanismen oder Gestaltungsmittel auf Seiten. Werden von den Erstellern einer Seite in dessen Benutzung integriert um die allgemeine Verfügbarkeit dieser Services sicher zu stellen, Speicherplatz zu sparen oder die Entwicklung eines eigenen Programmes unnötig zu machen. Dabei kann die IP-Adresse ausgelesen werden.

Verbreitung: Google Chrome, Smartphones besitzen Android oder Windows, Kinetik und selbstfahrende Autos, TV-Sticks, Smart-TVs... Die Verbreitungsformen sind unbegrenzt und jeder arglose Mensch bedient sich derer gedankenlos. Dabei können so ziemlich alle Arten von Informationen weitergereicht werden.

Drittanbieter: Google bindet sich als Drittanbieter in unzählige Seiten und Dienstleistungen ein und kann somit Leistungen zur Verfügung stellen. Dabei werden Daten an Google aus versch. Gründen übermittelt. Gleichzeitig werden Cookies in den Browser eingenistet und ausgelesen und es wird somit garantiert das Google den Nutzer stets im Auge behält.


Google:

Google ist sehr clever, das sei gesagt. Ein einzelner Konzern bietet eine große Vielfalt tiefgreifender Anwendungen und Dienstleistungen an. Dabei wird stets die IP-Adresse des Leistungsbeziehenden übermittelt und folglich gespeichert und archiviert. Gleichzeitig werden die Standortdaten übermittelt durch entweder die Freigabe des direkten Standpunktes mittels Browser/Anwendung oder die etwaige Aufenthaltsposition durch die Übermittlung der IP. Somit ist der Nutzer lokalisier- und zurückverfolgbar. Durch die Einbindung von Leistungen wie der Bereitstellung der Suchmachine, Schriftarten, Captchas und anderen Dienstleistungen wie Gstatic und Google-Analytics werden auf vielen im Alltag besuchten Seiten Verbindungen zu Google aufgebaut. Cookies werden geschickt im Hintergrund bei Seitenbesuchen platziert und auf anderen Seiten wieder abgerufen da sich Google übergreifend integriert. Ein Großteil des Nutzerverlaufs ist somit auslesbar.

Bei der Eingabe einer Adresse wie Wikipedia.com wird dessen Name von einem DNS in eine IP umgewandelt um den Zugriff auf die Server Wikipedia's durchzuführen da Seiten nicht über ihre Namen sondern IPs aufgerufen werden. Dies soll die Nutzung durch leicht zu merkende Namen anstelle von IP-Adressen vereinfachen. Wer seinen DNS auf 8.8.8.8 oder 8.8.8.4 gestellt hat wird alle Anfragen im Browser nun über Google ausführen. Diese DNS mögen zwar durch ihre technische Ausgereiftheit sehr schnell sein, gleichzeitig wird allerdings der gesamte Browserverlauf weitergereicht. Für alle Anderen die auf Google's DNS verzichten platziert der Konzern eine vielzahl von Cookies auf den Computern der Nutzer weltweit.

Falls all diese Tricks nicht funktionieren setzt Google auf die Weiterleitung von Daten durch Dritte: Akzeptierte Verträge können die Weiterreichung an die Statistikabteilung Google's ermöglichen und Informationen über Offlineanwendungen preisgeben. Somit erweitert sich der Kompetenzradius dieser Firma enorm und es können vielschichtige Profile über die einzelnen Nutzer und deren Verhalten aufgestellt werden.

Mittels PlayStore und Suchmachine werden Apps und Programme für den Alltag gefunden. Für den PlayStore benötigt man eine Email Adresse von Google mit der man dann das eigene Smartphone verknüpft und anschließend Kontaktdaten, Nummern und Kalendereinträge synchronisiert.

Die Aggressivität des Umfangs und der Integrität der einzelnen Anwendungen legt deren Sinn nahe. Durch eine Vielzahl von kleinen und großen Anwendungen sichert sich Google nachhaltig einen großen Einfluss im Internet und folglich Macht. Gleichzeitig werden Nutzerdaten aus vierlei Bereichen gesammelt und zusammengeführt. Der Nutzer wird durchsichtig: Falls ich noch keine Pläne für den heutigen Tag gemacht habe kennt Google diese bereits. Selbstfahrende Autos und die Benutzung von TV-Sticks ermöglichen die komplette Verfolgung jedes Nutzers:

Meine synchronisierte Android Uhr weckt mich damit ich mit meinem Google Auto zur Arbeit gefahren werde auf der ich per Standortbestimmung und Hintergrundapps stets im Auge behalten werde während meine Recherchen mittels Google durchgeführt werden um dann von Google nach Hause gefahren zu werden um mit einem Google Gerät fernzusehen und mittels Google Chrome im Internet zu surfen um dann meinen Android Wecker erneut zu stellen...



Zusammenfassung: Es gilt die einzelnen Einbindungen in den Alltag zu unterbinden und sämtliche Dienstleistungen durch Mittel wie Werbeblocker und Firewalls geziehlt zu blockieren und auszuschließen. Wer stets die gleichen Schemata an den Tag legt wird zwar stets Lokalisierbar bleiben, mit ein wenig Übung lässt sich dies allerdings vermeiden. Da sich die Mehrzahl der Nutzer nicht für Persöhnlichkeitsrechte trotz all der Aufklärung interessiert und immer den einfachsten Weg gehen wird ist sichergestellt das Google auch in Zukunft expandiert. Solange dies der Fall ist müssen sich Nutzer um die eigene Privatsphäre bemühen und diese schützen!



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