32Bit oder 64Bit - Fakten und Hinweise!

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32Bit oder 64Bit - Fakten und Hinweise!

Beitrag von Admin am Fr März 03, 2017 11:58 am


Unterschiede und Fakten:

Vorwort: Die tatsächlichen Unterschiede zwichen 32Bit und 64Bit Systemen werden nur unter Linux umgesetzt. Windows limitiert Systeme mehr als nötig, raubt somit verfügbare Ressourcen und zwingt zur Anpassung. Vor Allem unter 32Bit ist dies drastisch da 1GB von 4GB RAM wegfallen. Darum muss auf die Fakten eingegangen werden um das richtige System erstellen zu können!


Max. RAM unter 32Bit: Unter Windows stehen bei 32Bit Systemen maximal 3GB zur Verfügung, unter Linux 4GB. Berechnet verfügbare Arbeitsspeichermenge wie folgt: 2^32 bei 32Bit (4Gigabyte). Aus unbekannten Gründen wird die mögliche Adressierbarkeit unter Windows stark limitiert. Es gibt zwar Möglichkeiten diese Grenze zu erhöhen oder zu mittels RAM-Disc zu umgehen, sinnvoll ist dies allerdings aufgrund von Kompatibilitätsproblemen nicht.

Max. RAM unter 64Bit: Auch hier limitiert Windows den RAM. So stehen beispielsweise max. 16GB unter Win7 Home Premium zur Verfügung während die Ultimate Version 192GB unterstützt. Berechnet wird die maximale Größe wie folgt: 2^64 bei 64Bit (16Exabyte). Man kann dies auf damit begründen das die Ultimate Versionen um ein Vielfaches teurer sind als die anderen Versionen. Linux hingegen limitiert die Obergrenze nicht, es sei denn die Distribution verlangt dies explizit.


Unterschiede bei der Auslastung:

-64Bit Adresszeilen sind doppelt so groß wie 32Bit Adresszeilen. In anderen Worten: Jedes 64Bit Programm benötigt doppelt so viel Arbeitsspeicher und eine höhere CPU Ausslastung.

-Adresszeilen werden stets ganz übertragen. Kleine Datenpakete verwenden unter 64Bit entsprechend mehr Platz als ihre 32Bit Gegenspieler, selbst wenn die benötigten Ressourcen geringer ausfallen als realisiert.

-32Bit Software lädt schneller als 64Bit Software, kann aufgrund der erhöhten umschlagbaren Datenmenge und folglich der Bearbeitung größerer Datenmengen zur gleichen Zeit unter 64Bit jedoch im Gesamtergebnis nicht mithalten. Vorraussetzung ist eine leistungsstarke CPU, ein schneller RAM und eine hohe Festplattengeschwindigkeit um die Daten verzögerungsfrei zu laden, zwichenzuspeichern, abzuarbeiten und auszugeben. Wer einen Dual-Core Prozessor, eine HDD oder langsamen RAM verwendet wird unter 64Bit Windows eine Leistungseinbuße spüren. Unter Linux 64Bit wird jedoch eine Verbesserung der Ladezeiten durch bessere Verarbeitung merklich!

-In der Realität sind für 64Bit optimierte Programme (meist) schneller als 32Bit Programme. Auch wenn die Ressourcenauslastung weitaus höher ist und somit der Arbeitsaufwand geht dies aus Benchmarks und Alltagstests hervor. Bedingung: Die Programme sind tatsächlich optimiert! Ansonsten bremst 64Bit den Computer in der Alltagsnutzung durch höhere Ladezeiten und erhöhten Berechnungsaufwand aus.

-Windows 32Bit ist generell ratsam bei einer RAM-Größe bis 4GB. In Laptops sind Leistungsniveau von CPU und RAM idR. aneinander angepasst. Somit ergibt sich eine optimale Zusammenstellung für 32Bit!

-Benutzen Sie eine Quad-Core CPU oder besser sollten Sie möglichst 64Bit verwenden. Verwenden Sie hingegen eine Intel Dual-Core CPU mit Hyperthreading müssen Sie einen eigenen Test durchführen um die tatsächliche Fähigkeit der verbauten Hardware im Einklang mit der CPU zu ermitteln.

-Wer ein 64Bit System selbst auf schwacher Hardware nutzen will/muss sollte stets auf Linux zurückgreifen da sich Linux als vielseitiger und Hardwarefreundlicher herausgestellt hat im Vergleich zu einem 64Bit Windows auf vergleichbarer Hardware.

-Besorgen Sie sich ein Linux Ihrer Wahl in 32 und 64Bit und testen Sie dieses ohne Installation von einem USB-Stick aus und entscheiden Sie sich für die richtige Version anhand der tatsächlichen Leistung im Alltag!


32Bit Software auf 64Bit Systemen:

-Große Anwendungen sollten aufgrund der besseren Umsetzbarkeit stets in 64Bit ausgeführt werden.

-Kleine Programme mit niedrigem Verarbeitungsaufwand können wahlweise als 32 oder 64Bit ausgeführt werden. Unter 64Bit wird sich jedoch ein Vorteil ergeben.

-Wer viele kleine Programme gleichzeitig ausführt wie Messenger, Tools, Meter, Gadgets usw. sollte möglichst auf 32Bit zurückgreifen um die Auslastung der Bandbreite seitens RAM und Laufwerk so gering wie möglich zu halten und somit Leistungsintensive 64Bit Anwendungen nicht auszubremsen.

-Kleinere 64Bit Anwendungen werden zwar schneller laufen als 32Bit Versionen, in der Masse bremsen sich die Programme jedoch gegenseitig aus aufgrund des begrenzten Datendurchlasses der Hardware.


Windows und 64Bit:

Windows reserviert möglichst mehr RAM als nötig um von Programmen möglicherweise benötigten RAM sicherzustellen. Dieser geht im Alltag effektiv verloren. Umso mehr RAM verbaut wird, umso höher ist die Reservierung. Unter 64Bit verdoppelt sich die jeweilige Auslastung zusätzlich. Ein 3GB RAM Computer unter Windows mit 32Bit benötigt beispielsweise 80-300MB beim Start, ein 64Bit Windows mit 16GB Ram dagegen 800MB-1GB. Entsprechend höher ist die Beanspruchung der Bandbreite in der generellen Benutzung. Man benötigt also einen möglichst schnellen RAM um diese Tatsache unter 64Bit kompensieren zu können. Eine niedrigere RAM Latenz übermittelt zwar mehr Pakete pro Durchlauf, da die Pakete jedoch groß sind sollte möglichst auf eine hohe Frequenz gesetzt werden. Wer 32Bit unter 64Bit ausführt profitiert hingegen von niedrigen Latenzen da die Datenpakete kleiner sind und somit öfter pro Zyklus übermittelt werden können=Häufiger Zugriffe stattfinden. Außerdem können somit Fehlberechnungen öfter korrigiert werden. Da es das Ziel der Entwickler ist möglichst vorrausschauend Fehler noch während der Berechnung auszumerzen ist ein Test der verwendeten Software unbedingt notwendig.

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